Wohnen in St. Veit in der Südsteiermark
Zeitgemäßer geförderter Wohnbau vereint ressourcenschonende Bauweise mit qualitätsvollen Wohn- und Freiraum der sozialräumlichen Mehrwert für Bewohner:innen und die umliegende Nachbarschaft schafft.
Wo sich die gewachsene Dorfstruktur sanft in die offene Agrarlandschaft auflöst, entsteht ein Wohnquartier das den vorhandenen Kontext respektvoll aufgreift und durch eine zeitgemäße städtebauliche Konzeption ergänzt. Das städtebauliche Konzept orientiert sich an den historischen Streifenfluren und entwickelt fünf längliche Baukörper, die einen großzügigen, durchgängigen Gemeinschaftsraum definieren.
Das Kernstück des Projekts ist die Schaffung eines autofreien Siedlungsraums. Parkmöglichkeiten werden als Carports diskret an die Grundstücksränder ausgelagert, wodurch im Inneren verkehrsberuhigte Zonen für Spielplätze, Privatgärten und soziale Begegnungen entstehen. Die Orientierung der Gebäude nimmt bewusst Bezug auf das Gemeindezentrum. Der malerische Kirchenblick wird als identitätsstiftendes Element für alle Bewohner inszeniert und verankert das neue Quartier im gewachsenen Kontext.
Für die Realisierung wurde eine einfache, effiziente Holzskelettbauweise gewählt. Diese nachhaltige Konstruktionsart ermöglicht nicht nur eine ressourcenschonende und schnelle Errichtung, sondern ist auch der Schlüssel für leistbaren Wohnraum. Durch standardisierte, durchgesteckte Wohneinheiten mit Ost-West-Ausrichtung und gut belichteten Stiegenhäusern wird Wirtschaftlichkeit mit hoher Wohnqualität gepaart. Bodentiefe Fenster und vorgelagerte Balkonstruktur verstärken den Bezug zur Natur. Dieses Projekt bietet 34 Wohneinheiten in zwei Bauabschnitten und schafft einen lebenswerten Ort, der ökologische Verantwortung, soziale Gemeinschaft und wirtschaftliche Tragfähigkeit vereint.
- Auftraggeber:in
GWS Gemeinnützige Alpenländische Gesellschaft für Wohnungsbau und Siedlungswesen m.b.H.
- Ort
St. Veit in der Südsteiermark
- Verfahren
geladener Wettbewerb
- Platzierung
1. Preis
- Planung
2021–2022
- Realisierung
2025–2027
- Projektteam
Eva Hierzer, Stephan Schmidt und Emanuel Lackner
- Leistungen
Architekturplanung
- Visualisierung
NOW Architektur