Attergauer Seniorenheim

Bewusst treppen sich die beiden Baukörper entlang der westlichen Zufahrtsstraße ab. Die verschränkten Gebäudevolumen respektieren dabei die umliegende Bebauung und spannen mit der alternativen Wohnform und der gebauten Umgebung differenzierte Außenräume auf.

Rundum entstehen dadurch vielseitige Zugangssituationen für die unterschiedlichen Akteure der vorgesehenen Funktionen. An der Schwelle zwischen öffentlicher und halböffentlicher Nutzung steht das neu zu errichtende Wohnhaus der alternativen Wohnform. Es bildet einen Filter zwischen Straßenraum und Haupteingang des Pflegewohnheims.

Vom geschützt liegenden Vierseithof, über den Marktplatz bis in den Bewohnerpark, präsentieren sich den Bewohnern unterschiedlich anmutende Außen- und Innenräume, identitätsstiftende Orte und Funktionen. 

Der Vierseithof rückt gemeinsam mit dem Marktplatz bewusst von der Straße ab und bildet so das “kleine Dorfzentrum”: Ein öffentlich anmutender Ort, zu dem sich neben den Haupzugängen zu Pflegeheim und den alternativen Wohnformen, auch ein Gemeinschaftsraum, die Verwaltung und das Café hin orientieren. Der harte Platz bietet zudem einen geschützten, inklusiven Außenraum für Veranstaltungen aller Art. Ebenso lässt sich von den umliegenden Pawlatschen, Fenstern und Loggien am Geschehen teilhaben. Dies ermöglicht eine Öffnung des Seniorenzentrums zur Gemeinde bei gleichzeitiger Wahrung der gewohnten Atmosphäre in den Hausgemeinschaften. Bewusst gesetzte Blickbeziehungen zwischen und in den Geschossen lassen dabei bestimmte Ein- und Ausblicke zu und verbinden so die unterschiedlichen Nutzungsebenen miteinander.

zweistufiger EU weit offener Realisierungswettbewerb 2022, Ankauf
Wettbewerb: Stephan Brugger, Ferdinand Schmölzer, Maibritt Pieper